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Obsoleszenz durch KI - Das Damokles-Schwert des Softwareingenieurs?

Was macht die KI in heutiger Zeit mit den Zukunftsvisionen eines (angehenden) Softwareentwicklers? Droht die KI den Platz der Junioren einzunehmen? Sind die jetzt obsolet? Was passiert da mit einem ganzen Berufsstand? Ist das die nächste Klatsche nach der Dotcom-Blase, als jeder, der das Akronym HTML fehlerfrei buchstabieren konnte, exorbitant belohnt wurde? Oder schicken wir jetzt die ganzen Junioren in die Wüste, um dann in den frühen 30er Jahren die pure Absicht, ein Informatikstudium in Erwägung zu ziehen, schon mit Stipendien und Altersvorsorgen zu belohnen? Schauen wir mal, was mir dazu so einfällt...


Der Algorithmus und die Kaffeetasse: Warum wir dich (ja, genau dich, Softwareingenieur!) trotz KI noch brauchen


Warst du in letzter Zeit mal an der Hochschule und hast in die panischen Augen eines Informatik-Erstsemesters geschaut? Oder auf einer der wenigen noch übrig gebliebenen Entwickler-Konferenzen (Ja, ich weiß, der .NET Day Franken geht auf meine Kappe!) mal in die Augen eines gestandenen Seniors geblickt, der gerade gesehen hat, wie ChatGPT in drei Sekunden eine API-Anbindung zusammengeschustert hat, für die er früher eine ganze Kanne Kaffee und drei Wutanfälle gebraucht hätte? Das Narrativ ist derzeit so subtil wie ein Presslufthammer: Die generative KI ist da, sie schreibt Code, sie schläft nicht, sie verlangt kein Homeoffice und sie wird uns alle – vor allem die Einsteiger – ersetzen.


Das ist das berühmte Damoklesschwert, das über deiner Tastatur, naja… gefühlsmäßig tatsächlich direkt über dem Gehäuse deines genialen Hirns, baumelt. Aber bevor du dein Informatikstudium gegen eine Ausbildung zum Bio-Alpaka-Züchter eintauschst, atme mal kurz durch. Die Wahrheit ist: Die KI ist ein verdammt schneller Praktikant, aber sie hat leider kein Gehirn. Und ein Bier kannste auch nicht mit ihr trinken. Wie langweilig!


Mann in grauem T-Shirt wirft bunten Raketenballon in hellem Meeting-Raum.
Ohne Junioren gibt’s auch irgendwann keine Senioren mehr. Oder was meinst du?

Das biologische Paradoxon: Wo kommen die alten Hasen her?


Wir brauchen keine Junior-Entwickler mehr. Die KI schreibt die Standard-Skripte, und die Senioren segnen es ab, oder? Aber hier ist der Haken: Senioren fallen nicht vom Himmel. Sie werden nicht in sterilen Laboren gezüchtet und mit 15 Jahren Berufserfahrung direkt in den Chefsessel gebeamt. Ein Senior ist nichts anderes als ein Junior, der oft genug gegen die Wand gelaufen ist, um zu wissen, wo der Helm hängt. Und die guten Senioren wissen sogar, wie und wann man ihn trägt. 😉


Wenn wir die Junioren abschaffen, haben wir in zehn Jahren ein Problem, das schlimmer ist als jeder automatisch gefixte, durch den PR geprügelte und genehmigte Bug: Eine Industrie voller „Legacy-Menschen“. Wer soll denn die KI korrigieren, wenn keiner mehr gelernt hat, wie man die Fehler überhaupt erkennt? Wer versteht die Architektur hinter dem Code, wenn alle nur noch „Prompt-Schubser“ sind? Ohne die nächste Generation stirbt das Handwerk. Und am Ende sitzt du da mit einer KI, die halluziniert, und keinem Menschen weit und breit, der den Stecker findet.


Wenn KI uns nicht ersetzt, wo liegen dann eigentlich ihre Grenzen und warum lohnt es sich dran zu bleiben?? 👉 Das schauen wir uns im zweiten Teil an. Und starten mit einem Plädoyer für deine Zukunft: Artikel Nr. 2 ab Donnerstag hier auf dem Blog, stay tuned!

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