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Einfach mal machen: OKRs in der Praxis

Aktualisiert: vor 7 Tagen

Als wir beschlossen haben, unsere Unternehmensziele neu aufzustellen, haben wir uns nicht lange in Theorie verloren. Wir wollten aus der Praxis lernen. In einem Zielworkshop mit Delegierten aus allen Teams haben wir aus Vision, Mission und Strategie unsere Mid-Term Goals (Moals = heruntergebrochene strategische Jahresziele) abgeleitet. Daraus entstand ein erster Satz an Objectives und Key Results.


Drei Crew Member diskutieren vor einem Whiteboard.
Crew Member Anja, Jonas und Kathrin diskutieren mögliche Owner für Objectives. 

Rollen, Zyklen und Transparenz


  • Jedes Objective hat einen verantwortlichen Objective Owner, jedes Key Result einen verantwortlichen Key Result Owner

  • Die Arbeit erfolgt in 3-Monats-Zyklen

  • Ergebnisse werden im Quartalsmeeting vorgestellt und die Objectives werden auf Gültigkeit überprüft und der OKR-Prozess frei nach dem Prinzip "Inspect & Adapt" optimiert

  • Unser OKR-Master sorgt für Prozess & Moderation


Da wir ein kleines Unternehmen sind, in dem es keine klassischen Hierarchien oder Abteilungen gibt, verzichten wir auf eine Aufteilung der OKRs in Teams.  Die Objective Owner, Key Result Owner und weitere Crew Member arbeiten während der 3-monatigen Zyklen je nach Expertise an ihren Objectives und Key Results.Transparenz schaffen wir ganz pragmatisch: mit einer für alle zugänglichen Excel-Tabelle.


Herausforderungen meistern und Erfolge sichtbar machen  


Natürlich lösen sich durch den Einsatz von OKRs nicht alle Herausforderungen in Luft auf. Wir müssen uns weiterhin bewusst Zeit nehmen, um neben dem Tagesgeschäft an strategischen Themen zu arbeiten. Doch durch die vierteljährliche Struktur stellen wir sicher, dass Herausforderungen nicht länger als drei Monate liegen bleiben und frühzeitig Lösungen gefunden werden.  


OKR-POV: "The Office"-Meme über das Dilemma geteilter Verantwortung.
Und... 👉👈 Wer macht das jetzt? Das Dilemma geteilter Verantwortung.

Einer für alle, keiner für das Ziel? Das Dilemma geteilter Verantwortung


Unsere größten Learnings nach einem Jahr OKRs:


1️⃣ Die 3/3-Regel

5 Objectives mit je 5 Key Results? Das war eine schlechte Idee, denn wir haben den Fokus verloren.Das haben wir nach dem ersten Zyklus korrigiert und nutzen jetzt die 3/3 Regel: 3 Objectives mit je 3 Key Results aka mehr Fokus, bessere Ergebnisse.


2️⃣ Dranbleiben ist kein Selbstläufer

Die Motivation war in den ersten zwei Zyklen sehr hoch, später ließ sie nach und der Outcome ließ zu wünschen übrig.Unser Learning: OKRs brauchen regelmäßige Reflexion und Adaption Vielleicht legen wir 2026 einen kurzen Boxenstopp ein, um unsere Moals und Objectives zu challengen. 


3️⃣ Tools sind zweitrangig

Wir sind mit einem Asana Board gestartet, aber das war ein organisatorischer Overkill. Ein einfaches Excel Sheet reicht völlig aus. Entscheidend ist nicht das Tool, sondern die Transparenz.


4️⃣ Methodenwissen braucht Auffrischung

Einmal erklären reicht nicht. Wir haben festgestellt, dass es nicht reicht die OKR-Methode einmal zu erklären und dann zu erwarten, dass es jeder perfekt anwenden kann. Immer wieder OKR-Refresher anzubieten hilft Methodenkenntnis in der ganzen Crew aufzubauen, um wieder über Inhalte statt über das Vorgehen zu sprechen.


5️⃣ Verantwortung heißt nicht „alles selbst machen“

Objective Owner sind verantwortlich für das gesetzte Ziel, aber nicht allein zuständig.Sie organisieren, priorisieren, deligieren und treiben das Thema voran, auch indem sie Antworten bieten: Das englische „responsible“ trifft es vielleicht besser.


Crew Member hält Daumen hoch vor einem Whiteboard mit Ergebnissen.
Objectives festgelegt, Key Results definiert, Owner implementiert: Es kann losgehen! 

Was OKRs mit unserer Crew gemacht haben


Durch OKRs gelingt es der Tantive-Crew, sich deutlich stärker auf die Themen zu konzentrieren, die uns strategisch wirklich voranbringen. Gleichzeitig schaffen die transparenten Objectives und Key Results mehr Klarheit darüber, woran wir arbeiten und warum. Das erhöht die wahrgenommene Beteiligung an strategischen Fragestellungen und stärkt die Selbstverantwortung im Team.


Ein weiterer zentraler Effekt: Wir bleiben als Organisation agil und anpassungsfähig. Ziele werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst, statt starr an Annahmen festzuhalten, die längst überholt sind. So vermeiden wir Frust am Jahresende über vermeintlich „nicht erreichte“ Ziel


Lust auf Austausch?


OKRs leben vom Dialog.Wenn du tiefer einsteigen oder dich mit uns austauschen willst:

👉 Schreib uns! Wir freuen uns auf deine Fragen und Erfahrungen.

 

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